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Deckelamphora, Satyr Oreimachos und Hermes, Antikensammlung Staatl. Museen Berlin, handbemalt, 27 cm Höhe, Breite 13,6 cm, 900 g Gewicht

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Amphora Original 81,5 cm Größe, Antikensammlung
Staatliche Museen Berlin 



Über folgenden Link kommen Sie über flickr.com direkt zum Original in der Antikensammlung
Berlin:
www.flickr.com/photos/ed_fulton/39571967960/in/photostream/





Der  Satyr Oreimachos im Vordergrund spielt eine Barbitos, eine Art Lyra mit besonders langen Armen.  Die Barbitos war dem Weingott Dionysos geweiht. In der rechten Hand hält Oreimachos eine Schnur, welche mit der Barbitos verbunden ist. Auf Kopfhöhe des Satyrs ist sein Name schräg nach unten laufend vermerkt.  Hinter ihm steht der Götterbote Hermes mit einem Kantharos und einem Kerykeion, einem Heroldsstab, in seiner linken und einer kleinen Oinochoe in seiner rechten Hand. Er ist in eine kurze Tunika und Chlamys gekleidet, einen an der rechten Schulter gesteckten Reisemantel, trägt einen Hut mit Flügeln und Talarion, Flügelchen, an seinen Stiefeln. Die chakteristischen Merkmale des Götterboten Hermes. Oberhalb der Barbitos ist der Name des Gottes angebracht.  Zwischen den beiden Männern steht ein Rehkitz mit gepunktetem Fell, dessen Kopf anmutig nach oben gedreht ist.  

Links unterhalb der Oinochoe ist der Schriftzug Opoxapes zu lesen. Weil dies ein typischer Satyrname ist, könnte es sich dabei um den Namen des auf der Rückseite gezeigten pferdeschweifigen Satyrs handeln.

Die Rückseite zeigt einen nach rechts gewandten Satyr (Opoxapes?), der gerade eine Kantharos mit Wein an seine Lippen führt. In der linken Hand hält er eine Barbitos, eine Leier. Sein langes Haar ist an seinem Hals gebunden und er trägt einen Kranz. Über der Darstellung zeigt sich am Amphorenhals ein sorgfältig gezeichnetes Band aus Efeublättern und Traubensträußen, welches sich, umlaufend, auch auf der Vorderseite wiederfindet. Zu Füßen des Satyr befindet sich ein spiralförmiges Musterelement, ein äußerst seltenes Ornament in den attisch-rotfigurigen Vasenbildern.


Der britische Archäologe Sir John Beazley weist anhand dieser übergroßen Amphore dem malenden Künstler seinen Notnamen zu gemäß dem Aufbewahrungsort dieses beeindruckenden Kunstwerks: Berliner Maler.
Der Berliner Maler (aktiv um 490-460 v. Chr.) ist der gebräuchliche Name eines attischen griechischen Vasenmalers, der weithin als Rivale des Kleophrades-Malers gilt, der zu den talentiertesten Vasenmalern des frühen 5. Jahrhunderts v. Chr. zählt. Dem Berliner Maler  werden über 400 Vasen und Fragmente zugeschrieben. 

Der Berliner Maler und der Kleophrades-Maler wurden von einem Avantgardisten ausgebildet, welcher die rotfigurige Malerei einführte.


Attisch-rotfigurige Amphora aus der etruskischen Stadt Vulci, etwa 480 v. Chr., Größe 81,5 cm, Exponat der Antikensammlung Staatliche Museen Berlin, Inventur-Nr. F2160.

Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 22. Januar 2019 in den Shop aufgenommen.
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